Minimalmengen-Schmiersysteme (MMS) steigern Effizienz, Qualität und Wirtschaftlichkeit in modernen Zerspanungsprozessen.
Das System bringt kleinste Mengen Schmierstoff präzise direkt an die Werkzeugschneide. Dadurch werden Reibung und Verschleiß deutlich reduziert, während gleichzeitig höhere Bearbeitungsgeschwindigkeiten möglich werden.
Der große Vorteil: Aufwändige Kühlschmierstoffsysteme werden nahezu überflüssig. Kosten für Kühlschmierstoffe, Filtertechnik, Aufbereitung und Entsorgung sinken erheblich. Gleichzeitig bleiben Werkstücke und Späne weitgehend trocken, wodurch zusätzlicher Reinigungsaufwand entfällt.
MMS-Systeme verlängern die Werkzeuglebensdauer, verbessern die Bearbeitungsqualität und erhöhen die Produktivität – bei gleichzeitig geringerem Energieverbrauch und reduzierten CO₂-Emissionen.
Beschreibung der Minimalmengen-Schmierung
Minimalmengen-Schmiersysteme versorgen die Werkzeugschneide gezielt mit einem feinen Schmierstoff-Aerosol. Der Schmierstoffverbrauch ist dabei extrem gering und wird nicht in Litern pro Minute, sondern lediglich in Millilitern pro Stunde gemessen. Dadurch ermöglicht die MMS-Technologie eine saubere, wirtschaftliche und effiziente Zerspanung.
Je nach Anwendung kommen innere oder äußere MMS-Systeme zum Einsatz.
Innere MMS
Bei der inneren Minimalmengenschmierung wird das Aerosol durch die Spindel, die Werkzeugaufnahme und das Werkzeug direkt zur Reibstelle zwischen Werkzeug und Werkstück geführt. Dadurch erreicht der Schmierstoff die Schneidkante besonders präzise und effizient – ideal für anspruchsvolle Bearbeitungsprozesse und Hochgeschwindigkeitszerspanung.
Äußere MMS
Bei der äußeren Minimalmengenschmierung wird das Aerosol über externe Düsen gezielt auf die Schmierstelle gesprüht. Diese Lösung eignet sich besonders für Maschinen ohne interne MMS-Vorbereitung. Mit entsprechendem Fachwissen können bestehende Werkzeugmaschinen problemlos mit einer externen SKF LubriLean Schmierung nachgerüstet werden.